Projektziele

Im Projekt NaTiMon sollen die Grundlagen für ein regelmäßiges, indikatorengestütztes Tierwohl-Monitoring erarbeitet werden.

Hierfür werden geeignete tier-, management- und ressourcenbezogenen Indikatoren aus den Bereichen Gesundheit, Verhalten und Emotionen ausgewählt und erprobt für:

  • Rinder (Aufzuchtrinder, Mastrinder, Milchkühe), 
  • Schweine (Mastschweine, Sauen, Aufzucht-/Saugferkel),
  • Geflügel (Legehennen, Masthühner, Puten)
  • Schafe und Ziegen, sowie
  • Regenbogenforellen und Karpfen aus Aquakultur

Für das Monitoring sollen die Bereiche Haltung, Transport und Schlachtung einbezogen werden. Auch für den Bereich Sozioökonomie werden geeignete Indikatoren zusammengetragen. Für Indikatoren, die als sinnvoll für ein solches Monitoring erachtet, aber bisher noch nicht erhoben werden, werden innerhalb des Projektes Probeerhebungen auf Praxisbetrieben durchgeführt und Kosten der Erhebung ermittelt.

Um die weitere Vorgehensweise bzw. politische Entscheidungen vorzubereiten, werden anschließend unterschiedlich umfangreiche Prototypen (von rudimentär bis umfassend) für einen Monitoringbericht erstellt und im Hinblick auf ihre Vor- und Nachteile bewertet.

Die im Projekt erarbeiteten Grundlagen sollen in eine Berichterstattung über das Tierwohl in der deutschen Nutztierhaltung münden und Veränderungen über die Zeit abbilden. Adressat*innen für das Monitoring sind:

  • Bürger*innen und Konsument*innen, die sich mit objektiven Informationen ein Bild über das Tierwohl in der Nutztierhaltung machen können,
  • politische Akteur*innen, die dadurch eine verlässliche Grundlage für wissensbasierte Entscheidungen erhalten,

  • Wissenschaftler*innen, die die Ergebnisse des Projektes für weitere Forschungsarbeiten nutzen können und

  • Tierhalter*innen, Transport- und Schlachtunternehmen, die damit die Situation ihres Betriebes im Vergleich zur Grundgesamtheit einschätzen können.